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Varikosität

1 Definition

Varikositäten sind blasige Verdickungen am Fortsatz (Axon) einer Nervenzelle. Sie sind für die Übertragung der Erregung auf das Erfolgsorgan zuständig.

2 Hintergrund

Varikositäten übernehmen im Erfolgsorgan die Rolle von Synapsen. Sie besitzen keine Myelinscheide und weisen in ihrem Zytoplasma zahlreiche Vesikel auf, die Neurotransmitter enthalten. Die Ausbildung von Varikositäten dient daher vor allem der Oberflächenvergrößerung des Axons, sodass eine größere Kontaktfläche zwischen Nervenfasern und Erfolgsorgan entsteht. Sie sind daher auch nicht nur am Ende des Axons, sondern in seinem gesamten organnahen Endabschnitt zu finden. Diese perlschnurartig angeordneten Varikositäten bezeichnet man auch als "Synapse par distance".

Im Gegensatz zu herkömmlichen Synapsen entleeren Varikositäten den Inhalt ihrer Vesikel nicht in den synaptischen Spalt, sondern in das Interstitium. Dort interagieren die ausgeschütteten Neurotransmitter mit den umliegenden Zielzellen.

Die Ausschüttung von Neurotransmittern aus Varikositäten wird über eine negative Rückkoppelung reguliert. Die Varikositäten verfügen selbst über Rezeptoren für den ausgeschütteten Transmitter, über die die Hemmung induziert wird.

Fachgebiete: Histologie

Diese Seite wurde zuletzt am 25. Januar 2023 um 18:03 Uhr bearbeitet.

Kein Lob ist schöner als das Eigenlob.
#1 vor 6 Tagen von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)

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