logo Einloggen

Uretersigmoidostomie

1. Definition

Unter einer Uretersigmoidostomie versteht man die Einpflanzung beider Harnleiter (Ureteren) in das Colon sigmoideum nach einer Harnblasenentfernung (Zystektomie).

2. Hintergrund

Mit der Uretersigmoidostomie soll nach der Entfernung der Harnblase eine kontinente Harnableitung erreicht werden. Das Verfahren wird heute nur noch selten eingesetzt, da die Komplikationsrate relativ hoch ist. Wenn möglich, wird statt dessen ein Harnblasenersatz (Neoblase) geschaffen.

3. Verfahren

Die Harnleiter werden mobilisiert und so in die dorsale Fläche des Sigmoids eingepflanzt, dass ein Reflux von Urin oder Stuhl verhindert wird. Um die Entleerungfrequenz zu senken, wird zusätzlich meist ein Mainz-Pouch II angelegt.

4. Komplikationen

Durch die Ableitung des Urins in das Colon besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Pyelonephritis und einer metabolischen Azidose.

Fachgebiete: Urologie

Empfehlung

Shop News Jobs CME Flexa Piccer
NEU: Log dich ein, um Artikel in persönlichen Favoriten-Listen zu speichern.
A
A
A

Teilen Was zeigt hierher Versionsgeschichte Artikel erstellen Discord
Dr. No
Dr. Frank Antwerpes
Arzt | Ärztin
Diese Funktion steht nur eingeloggten Abonnenten zur Verfügung
Letzter Edit:
07.04.2024, 23:00
7.747 Aufrufe
Nutzung: BY-NC-SA
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...