Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Uretersigmoidostomie

1 Definition

Unter einer Uretersigmoidostomie versteht man die Einpflanzung beider Harnleiter (Ureteren) in das Colon sigmoideum nach einer Harnblasenentfernung (Zystektomie).

2 Hintergrund

Mit der Uretersigmoidostomie soll nach der Entfernung der Harnblase eine kontinente Harnableitung erreicht werden. Das Verfahren wird heute nur noch selten eingesetzt, da die Komplikationsrate relativ hoch ist. Wenn möglich, wird statt dessen ein Harnblasenersatz (Neoblase) geschaffen.

3 Verfahren

Die Harnleiter werden mobilisiert und so in die dorsale Fläche des Sigmoids eingepflanzt, dass ein Reflux von Urin oder Stuhl verhindert wird. Um die Entleerungfrequenz zu senken, wird zusätzlich meist ein Mainz-Pouch II angelegt.

4 Komplikationen

Durch die Ableitung des Urins in das Colon besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Pyelonephritis und einer metabolischen Azidose.

Fachgebiete: Urologie

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.
2 Wertungen (2.5 ø)

4.299 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: