Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen
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LoslegenEnglisch: TAC, trigeminal autonomic cephalgias
Definition
Der Begriff trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen, kurz TAK, fasst eine Gruppe von Kopfschmerzerkrankungen zusammen, die attackenartig und einseitig im Bereich des Nervus trigeminus auftreten. Sie gehen mit ipsilateralen parasympathischen Symptomen im Kopfbereich einher.
Einteilung
Nach ICHD-3-Klassifikation zählen zu den trigemino-autonomen Kopfschmerzerkrankungen folgende Erkrankungen (ICD-3 Klassifikationen 3.1–3.6):[1]
- Cluster-Kopfschmerz
- paroxysmale Hemikranie
- SUNHA-Syndrome
- Hemicrania continua
- undifferenzierte TAKs
Sie unterscheiden sich in Dauer, Frequenz, Rhythmik und Intensität der Schmerzattacken. Autonome Begleitsymptome treten mehr oder weniger stark ausgeprägt auf.
Überblick
| Kriterium | Cluster-Kopfschmerz | paroxysmale Hemikranie | SUNHA-Syndrome | Hemicrania continua |
|---|---|---|---|---|
| Attackendauer | 15 min bis 3 h | 2 bis 30 min | 1 s bis 10 min | anhaltend, keine Attacken |
| Attackenfrequenz | 0,5 bis 8/Tag | > 5/Tag | 2 bis 600/Tag | – |
| übliche Periodik | Auftreten in wochen- bis monatelangen Attackenserien (Clustern) | Anfallsserien für 7 Tage bis Jahre | Anfallsserien für 7 Tage bis Jahre | mind. 3 Monate bis Jahre anhaltend, häufig mit Exazerbationen, teils auch mit Remissionsphasen |
| Schmerzintensität | stark bis sehr stark | stark | mäßig bis stark | in Exazerbationen mäßig bis stark |
| Besonderheiten | starke Kopplung an Zirkadianik | zuverlässiges Ansprechen auf Indometacin | Attacken häufig triggerbar | zuverlässiges Ansprechen auf Indometacin |
Einzelnachweise
- ↑ International Headache Society, Trigemino-autonome Kopfschmerzerkrankungen (TAK), IHS Classification of Headache Diseases 3, 2021
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Fachgebiete:
Neurologie
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