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Transendotheliale Migration

Englisch: transendothelial migration

1 Definition

Als transendotheliale Migration bezeichnet man die Wanderung (Migration) bestimmter, amöboid beweglicher Zellen (z.B. Leukozyten) durch die Gefäßwand der Kapillaren (Endothel).

2 Hintergrund

Die transendotheliale Migration ermöglicht den Zellen des Immunsystems das Gefäßsystem zu verlassen, um beispielsweise an einen Infektionsort zu gelangen und dort den Entzündungsprozess zu unterhalten. Den Prozess des "Anlockens" der Zellen nennt man Chemotaxis.

3 Ablauf

Der genaue Mechanismus der transendothelialen Migration ist zur Zeit (2007) noch Gegenstand der Grundlagenforschung. Die Modellvorstellung geht von einer Kaskade hintereinander geschalteter molekularer Interaktionen aus.

  • Zunächst vermitteln lektinartigen Adhäsionsmoleküle, die Selektine, das "Andocken" der Leukozyten auf der Endotheloberfläche.
  • Die Leukozyten werden verlangsamt und treten in Kontakt mit speziellen Zytokinen auf der Endotheloberfläche auf, die man als Chemokine bezeichnet.
  • Die Chemokine stimulieren wiederum die Aktivierung von Integrinen auf der Leukozytenoberfläche. Sie vermitteln die Bindung der Zellen an das Endothel.
  • Die stabil gebundenen Leukozyten können sich gezielt fortbewegen und durchwandern schließlich aktiv die Endothelzellschicht.

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Diese Seite wurde zuletzt am 9. Juli 2019 um 08:27 Uhr bearbeitet.

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