T2 Blackout
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Definition
Der T2-Blackout beschreibt ein Phänomen in der diffusionsgewichteten MRT, bei dem ein Gewebe aufgrund sehr kurzer T2-Relaxationszeit ein stark vermindertes Signal zeigt und dadurch auf DWI- und ADC-Bildern dunkel erscheinen kann.
Hintergrund
Da die DWI-Sequenz nicht ausschließlich Diffusion abbildet, sondern immer auch von der T2-Signalintensität des Gewebes beeinflusst wird, kann bei Geweben mit sehr kurzer T2-Relaxationszeit ein sogenannter T2-Blackout entstehen. Solche Gewebe verlieren ihre transversale Magnetisierung sehr schnell, sodass bei der Bildakquisition nur wenig messbares Signal verbleibt. Dadurch erscheinen sie sowohl in T2-gewichteten Sequenzen als auch in der DWI signalarm. Da die ADC-Karte aus DWI-Aufnahmen mit unterschiedlichen b-Werten berechnet wird, kann die ADC-Berechnung bei sehr niedrigem Ausgangssignal verfälscht oder schwer interpretierbar sein. In der Folge kann eine scheinbare ADC-Minderung entstehen, die fälschlicherweise als Diffusionsrestriktion gewertet werden könnte. Tatsächlich liegt dabei jedoch keine echte Einschränkung der Wassermolekülbewegung vor, sondern ein T2-bedingter Signaleffekt.
Das Gegenstück vom T2-Blackout ist das T2-shine through Phänomen.
Ursachen
Typische Ursachen für ein sehr niedriges T2-Signal sind Gewebe oder Substanzen mit kurzen Relaxationszeiten, zum Beispiel Blutabbauprodukte, Verkalkungen, Eisenablagerungen, fibrotisches Gewebe oder stark proteinreiches bzw. visköses Material.
Entscheidend ist daher die gemeinsame Beurteilung von DWI, ADC-Karte und T2-/FLAIR-Sequenzen.
Quellen
https://radiopaedia.org/articles/t2-blackout-effect, abgerufen am 20.06.2026
https://www.ajnr.org/content/ajnr/26/2/236.full.pdf, abgerufen am 20.06.2026
https://www.ajronline.org/doi/10.2214/ajr.181.6.1811705, abgerufen am 20.06.2026