T2-Blackout
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LoslegenEnglisch: T2 blackout effect, T2 blackout
Definition
Der T2-Blackout beschreibt ein Phänomen in der diffusionsgewichteten MRT, bei dem ein Gewebe aufgrund sehr kurzer T2-Relaxationszeit ein stark vermindertes Signal zeigt und dadurch auf DWI- und ADC-Bildern hypointens erscheinen kann.
Das Gegenstück zum T2-Blackout ist das T2-Shine-Through-Phänomen.
Hintergrund
Da die DWI-Sequenz nicht ausschließlich Diffusion abbildet, sondern immer auch von der T2-Signalintensität des Gewebes beeinflusst wird, kann bei Geweben mit sehr kurzer T2-Relaxationszeit ein T2-Blackout entstehen. Solche Gewebe verlieren ihre transversale Magnetisierung sehr schnell, sodass bei der Bildakquisition nur wenig messbares Signal verbleibt. Dadurch erscheinen sie sowohl in T2-gewichteten Sequenzen als auch in der DWI hypointens.
Da die ADC-Karte aus DWI-Aufnahmen mit unterschiedlichen b-Werten berechnet wird, kann die ADC-Berechnung bei sehr niedrigem Ausgangssignal verfälscht oder schwer interpretierbar sein. Es resultiert eine scheinbare ADC-Minderung, die fälschlicherweise als Diffusionsrestriktion und somit als Hinweis auf einen Hirninfarkt oder Hirntumor gedeutet werden kann. Tatsächlich liegt dabei jedoch keine echte Einschränkung der Wassermolekülbewegung vor, sondern ein T2-bedingter Signaleffekt.
Neuere Deep-Learning-basierte Rekonstruktionsverfahren können die Bildqualität bei Geweben mit kurzen T2-Relaxationszeiten verbessern und die Interpretation des T2-Blackout-Effekts erleichtern.[1]
Auslöser
Typische Ursachen für ein sehr niedriges T2-Signal sind Gewebe oder Substanzen mit kurzen Relaxationszeiten, zum Beispiel:
- Blutabbauprodukte (z.B. Hämosiderin, Methämoglobin)
- Verkalkungen
- Eisenablagerungen
- fibrotisches Gewebe
- stark proteinreiches beziehungsweise visköses Material[2]
Quellen
- ↑ Hiwatashi et al., Hypointensity on diffusion-weighted MRI of the brain related to T2 shortening and susceptibility effects, AJR Am J Roentgenol, 2003
- ↑ Silvera et al., Spontaneous intracerebral hematoma on diffusion-weighted images: influence of T2-shine-through and T2-blackout effects, AJNR Am J Neuroradiol, 2005