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T1-Gewichtung

Synonyme: T1-gewichtetes Bild, T1w

1 Definition

Als T1-Gewichtung bezeichnet man eine Kontrastdarstellung von MRT-Bildern, bei der die Repetitionszeit (TR) und die Echozeit (TE) so gewählt werden, dass die untersuchten Gewebe vor allem durch ihre T1-Relaxationszeit, und weniger ihre T2-Relaxationszeit differenziert werden.

siehe auch: T2-Gewichtung

2 Physikalische Grundlagen

Bei jeder Bildakquisition wird die gewählte Schicht nicht einmal, sondern viele Male (meist in der Größenordnung von 256 Malen) angeregt. Wenn man ein kurze Repetitionszeit wählt, so ist die Zeit, die zwischen diesen Anregungen bleibt, um die Longitudinalrelaxation wiederherzustellen, sehr kurz. Dies sorgt dafür, dass einige Gewebe es schaffen, vollständig longitudinal zu relaxieren (und damit bei nächster Anregung wieder volles MR-Signal geben zu können), während andere Gewebe es nicht schaffen. Diese Gewebe geben ein verringertes bzw. kein MR-Signal, da die Quermagnetisierung entsprechend der vorherigen Längsmagnetisierung verringert ausgeprägt ist. Das Resultat ist, dass Gewebe mit kurzer T1 hell im Bild erscheinen, während Gewebe mit langer T1 dunkel sind. Das Bild hat eine hohe T1-Gewichtung.

Wenn die TR lang gewählt wird, schafft es jedes Gewebe, volle Longitudinalmagnetisierung wiederherzustellen, wodurch alle Gewebe ein gleich starkes MR-Signal abgeben. Es entsteht somit kein Kontrast auf der Basis der T1.

3 Technische Parameter

Es gilt, die TR und die TE so zu wählen, dass die T1 kontrastbildend ist und nicht die T2. Somit will man also den T2-Kontrast minimieren, was man durch Wahl einer kurzen Echozeit erreichen kann. Daraus ergibt sich die Wahl einer kurzen T1 und einer kurzen T2. Beispielparameter einer Sequenz mit T1w sind:

  • TR 340 ms
  • TE 13 ms

4 Darstellung

In der T1-Gewichtung sind fettreiche Körpergewebe und Strukturen (z.B. Knochenmark) heller dargestellt als das umliegende Gewebe.

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