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Symphysenlockerung

1 Definition

Bei einer Symphysenlockerung handelt es sich um eine Instabilität der Schambeinfuge.

2 Ursachen

Die Symphyse stell eine Art Bandscheibe dar, die das knöcherne Becken vorne verbindet und somit zusammenhält. Es besteht aus Faserknorpel und reagiert auf hormonelle Einflüsse. Deshalb ist vor allem während einer Schwangerschaft eine Symphysenlockerung oft zu beobachten. Durch den erhöhten Einfluss von Östrogenen werden die Knorpelfasern weicher, flexibler und somit lockerer, so dass der Symphysenspalt insgesamt breiter wird. Der funktionelle Nutzen ist eine Erweiterung des Beckens, um eine möglichst einfache Geburt zu ermöglichen.

3 Symptome

Die Patientinnen verspüren oft starke Schmerzen im Bereich der Symphyse und des Kreuzbeins, wobei sich dieser Schmerz bei Bewegung verschlimmert und ein Liegen auf der Seite unmöglich macht. Häufig berichten die Betroffenen von einem ausstrahlenden Schmerz in den Oberschenkel.

4 Diagnose

Im Rahmen einer Röntgen-Untersuchung kann ein erweiterter Symphysenspalt und somit eine Symphysenlockerung diagnostiziert werden. Hierbei ist eine Symphysensprengung auszuschließen.

5 Therapie

Eine Therapie mit Analgetika gegen die Schmerzen ist weiterführend. Auch muss sich die Betroffene schonen und darf keine das Becken belastenden Tätigkeiten ausführen. Oft wird auch im Rahmen einer orthopädischen Behandlung ein Stützkorsett verschrieben, das die Stabilität des Beckens sicher stellen soll.

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