Swinging-Heart-Phänomen
Definition
Das Swinging-Heart-Phänomen ist ein echokardiographisches Phänomen, das bei einem großvolumigen Perikarderguss oder einer Perikardtamponade auftritt. Es beschreibt die ausgeprägte, pendelnde Bewegung des Herzens innerhalb des flüssigkeitsgefüllten Herzbeutels.
Hintergrund
Das Phänomen entsteht durch die vermehrte Beweglichkeit des Herzens im Ergussraum und ist typischerweise bei großen zirkumferenziellen Perikardergüssen zu beobachten. Es ist nicht per se gleichbedeutend mit einer hämodynamisch relevanten Perikardtamponade.
Physiologisch ist das Herz durch das Perikard und die großen Gefäße fixiert. Bei einem höhergradigen Perikarderguss wird das Herz von der Ergussflüssigkeit umspült. Dadurch verliert es seinen festen Kontakt zum parietalen Blatt des Perikards und beginnt, bedingt durch die Kontraktionsdynamik und den Rückstoß, im Herzbeutel hin- und herzupendeln.
Das Swinging-Heart-Phänomen kann mit einem elektrischen Alternans im EKG assoziiert sein, da die wechselnde intraperikardiale Herzlage zu einer schlagweisen Variation der QRS-Amplitude führen kann.