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Stent-Retriever

1 Definition

Der Stent-Retriever ist ein medizinisches Instrument, das bei der Thrombektomie im Rahmen der Schlaganfalltherapie eingesetzt wird. Der Stent-Retriever wird über die Leistenarterien bis in das verschlossene Hirngefäß vorgeschoben. An seiner Spitze besitzt er ein entfaltbares Gittergeflecht. Der Thrombus verfängt sich im Gittergeflecht und kann aus dem Gefäß herausgezogen werden. Die Intervention wird durch einen Neuroradiologen durchgeführt.

2 Hintergrund

Für die Therapie beim ischämischen Schlaganfall gilt das Prinzip "Time is brain". In den Leitlinien wird die intravenöse Thrombolyse als Ersttherapie empfohlen, die den Thrombus auflösen soll. Zeigt diese Methode keine Wirkung, kommt ein Stent-Retriever zum Einsatz, um den Thrombus mechanisch zu entfernen.

3 Anwendungsgebiete

4 Vorgehensweise

Über die Leistenarterie wird unter Röntgenkontrolle ein Katheter über die Aorta bis zur verschlossenen Arterie im Gehirn geführt. Ein Mikrokatheter wird mit Hilfe eines Mikrodrahts am Thrombus vorbei geschoben. Über den Mikrokatheter wird der Stent-Retriever am Thrombus entlassen. Das Gerinnsel verfängt sich im Gitternetz des Stent-Retrievers und kann aus dem Gefäß entfernt werden.

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