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Sideroblast

1 Definition

Sideroblasten sind Erythroblasten, die in ihrem Zytoplasma - meist perinukleär angeordnet - eine oder mehrere Eisengranula eingeschlossen haben. Die Eisengranula werden auch als Siderosomen oder Siderinpigmente bezeichnet. Es handelt es sich um mit Ferritin beladene Mitochondrien.

2 Zytologie

Physiologischerweise sind in 20 - 60% der Erythroblasten in geringem Umfang Siderosomen nachweisbar.

Wenn mindestens 5 Siderosomen ringförmig um den Zellkern aufgereiht sind und mehr als ein Drittel der Zirkumferenz einnehmen, werden diese kernhaltigen roten Vorstufen als Ringsideroblasten bezeichnet.

3 Vorkommen

Ringsideroblasten sind Ausdruck einer Eisenverwertungsstörung und treten vermehrt bei einer sideroblastischen Anämie im Knochenmark auf, z.B. bei Gendefekten oder im Rahmen eines myelodysplastischen Syndroms (MDS).

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