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Serumgegenprobe

Englisch: reverse typing

1 Definition

Die Serumgegenprobe ist eine Untersuchungstechnik im immunhämatologischen Labor, die bei der Bestimmung der ABO-Blutgruppe eingesetzt wird. Der Begriff ist weiter üblich, obwohl die Untersuchung seit einigen Jahren überwiegend aus Plasma durchgeführt wird.

2 Erläuterung

Serum oder Plasma des Patienten wird mit Testerythrozyten der Blutgruppen A1, A2, B und 0 vermischt. Aufgrund der Isoagglutinine kommt es zu einem Reaktionsmuster, das im Normalfall zu den Antigeneigenschaften der Patientenerythrozyten komplementär ist (Plasma der Blutgruppe A reagiert nicht mit A-Zellen, Plasma der Blutgruppe B reagiert nicht mit B-Zellen, AB-Plasma reagiert gar nicht). Erythrozyten der Blutgruppe 0 dienen hierbei als Kontrolle, der Reaktionsaufall muss negativ sein.

Neugeborene haben noch keine Isoagglutinine, deshalb wird auf die Serumgegenprobe bei Neugeborenen normalerweise verzichtet. Dies ist der Grund, weshalb die Blutgruppenbestimmung bei Neugeborenen als vorläufig gilt.

Nach den aktuellen Richtlinien der Bundesärztekammer zur Blutgruppenbestimmung (2017) ist die A2-Zelle nicht mehr vorgeschrieben.

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