Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Salutogenese

von lateinisch: salus - Wohlbefinden und griechisch: genesis - Entstehung
Englisch: salutogenesis

1 Definition

Die Salutogenese (Gesundwerdung) ist ein auf den Medizinsoziologen Aaron Antonovsky (1923-1994) zurückgehendes Resilienz-Modell, das die kognitiven Bewältigungsstrategien zur Abwendung von Gesundheitsrisiken betont.

2 Hintergrund

Grundannahme des Modells ist der Kohärenzsinn (engl. Sense of coherence; SOC) als eine "globale Orientierung", der sich aus den Komponenten

  • der Verstehbarkeit (Fähigkeit die Situation auf ihre Ursachen hin zu analysieren)
  • der Handhabbarkeit (Wissen um die eigenen Ressourcen) und
  • der Sinnhaftigkeit (Sinnhaftigkeit eines Bewältigungsversuches)

zusammensetzt.

Antonovsky stellte in diesem Zusammenhang drei Fragen:

  • "Wie und warum werden Menschen krank und wie bleiben sie trotz vieler potentiell gesundheitsgefährdender Einflüsse gesund?"
  • "Wie entsteht Gesundheit und wie wird sie gewahrt?"
  • "Was ist das Besondere an Menschen, die trotz extremer Belastung nicht krank werden?"

Antonovsky entwickelte hierzu einen Fragebogen aus 29 Items, der es ermöglicht, den individuellen SOC-Wert zu ermitteln.

3 Einflussfaktoren

Antonovsky beschrieb, dass es grundlegend drei große gesundheitsgefährdende Einflussfaktoren gebe, die bei Auftreten von Stressoren Spannungszustände auslösen. Die drei Einflussfaktoren sind:

Aaron Antonovsky war sich sicher, dass diese Einflussfaktoren eine große Rolle dabei spielten, ob ein Mensch gesund oder krank sei. Er war der Meinung, dass der menschliche Körper mit seinen Ressourcen versuche, die gesundheitsgefährdeten Faktoren (Disstress) zu überwinden. Schaffe der Körper das nicht, würde der Mensch krank. Anders herum sei ein Mensch gesund, wenn er sich gegen die Stressoren wehren könne (Eustress).

4 Quellen

  • Pflege Heute, 6. Auflage 2014, Urban und Fischer Verlag

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