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Romanus-Läsion

nach Ragnar Romanus (1908-1982), schwedischer Chirurg
Englisch: romanus lesion

1 Definition

Eine Romanus-Läsion ist der Radiologie ein Frühzeichen einer Spondylarthritis (v.a. ankylosierende Spondylitis, enteropathische Arthritis, Psoriasisarthritis). Es handelt sich um eine Osteitis bzw. Spondylitis im Bereich der anterioren (und seltener posterioren) Wirbelkörperkanten.

2 Hintergrund

In der Magnetresonanztomographie (MRT) stellt sich die Romanus-Läson aufgrund des Ödems im T1-gewichteten Spinecho-Bild hypointens und im T2-gewichteten, fettgesättigten Spinecho-Bild oder STIR-Bild hyperintens dar. Bei aktiver Entzündung zeigt sich ein Kontrastmittel-Enhancement.

Im Verlauf kommt es durch postinflammatorische fettige Degeneration zu einer hyperintensen Darstellung in beiden Spinechosequenzen. Durch sklerotische Umwandlung kann das Signal in beiden Sequenzen auch erniedrigt sein. In diesem chronischen Stadium findet man das Shiny Corner Sign im konventionellen Röntgenbild.

siehe auch: Andersson-Läsion

Diese Seite wurde zuletzt am 29. Dezember 2021 um 13:33 Uhr bearbeitet.

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