Relativer Insulinmangel
Definition
Ein relativer Insulinmangel beschreibt eine Stoffwechsellage, bei der zwar Insulin im Körper vorhanden ist, dessen Wirkung jedoch nicht ausreicht, um den Glukosestoffwechsel adäquat zu regulieren. Dies steht im Gegensatz zum absoluten Insulinmangel, bei dem kein oder kaum Insulin produziert wird (z.B. bei Typ-1-Diabetes).
Ätiologie
Ein relativer Insulinmangel tritt häufig in folgenden Situationen auf:
- Typ-2-Diabetes: initial durch Insulinresistenz gekennzeichnet; in frühen Stadien ist die Insulinsekretion noch erhalten oder sogar gesteigert, reicht jedoch relativ zur Resistenz nicht aus
- Stresszustände (z.B. Sepsis, Trauma, Operation): führen zu erhöhtem Bedarf an Insulin
- Adipositas: mit chronischer Hyperinsulinämie, aber eingeschränkter Insulinwirkung
- Gestationsdiabetes: hormonell bedingte Insulinresistenz in der Schwangerschaft
Artikelinhalt ist veraltet?
Hier melden
Fachgebiete:
Endokrinologie u. Diabetologie
Diese Funktion steht nur eingeloggten Abonnenten zur Verfügung
Wichtiger Hinweis zu diesem Artikel
Letzter Edit:
20.01.2026, 17:47
Nutzung:
BY-NC-SA