Regelverzahnung
Definition
Eine Regelverzahnung ist durch eine physiologische Zahnstellung und regelrechte Zahnkontaktverhältnisse charakterisiert. Sie beschreibt die standardisierte Beziehung der Ober- und Unterkieferzähne zueinander und ist die Grundlage einer funktionell und ästhetisch unauffälligen Okklusion.
Abgrenzung
Die Begriffe "Regelverzahnung" und "Neutralokklusion" werden in der zahnmedizinischen Alltagssprache häufig synonym verwendet. Die Regelverzahnung beschreibt jedoch das funktionelle und ästhetische Gesamtbild, während die Neutralokklusion nur die sagittale Kieferrelation beschreibt. Die Regelverzahnung entspricht funktionell der Angle-Klasse I.
Hintergrund
In der Regelverzahnung greift der mesiobukkale Höcker des ersten oberen Molaren (Zahn 16 bzw. 26) in die zentrobukkale Fissur des ersten unteren Molaren (Zahn 36 bzw. 46).
Zudem greift die Spitze des oberen Eckzahns (Zahn 13 bzw. 23) in den Approximalraum zwischen dem unteren Eckzahn (Zahn 33 bzw. 43) und dem ersten unteren Prämolaren (Zahn 34 bzw. 44).
Bedeutung
Die Regelverzahnung dient als Referenzmodell für die Beurteilung von Okklusion und Zahnstellung in der Zahnmedizin und Kieferorthopädie. Eine Abweichung wird als Malokklusion bezeichnet und kann funktionelle, ästhetische oder kieferorthopädische Bedeutung besitzen.