Prostaglandin E3
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LoslegenSynonym: PGE3
Englisch: prostaglandin E3
Definition
Prostaglandin E3, kurz PGE3, ist ein Gewebshormon aus der Gruppe der Prostaglandine. Es entsteht im Körper durch den Umbau von Eicosapentaensäure (EPA), einer Omega-3-Fettsäure, mithilfe des Enzyms Cyclooxygenase (COX). Es ist ein Bestandteil des Eicosapentaensäure-Stoffwechsels und kommt natürlich beim Menschen und anderen Tieren vor.
Vorkommen
PGE3 entsteht endogen aus EPA, die vermehrt bei hoher diätetischer Zufuhr von Fischöl bzw. marinen Omega-3-Fettsäuren zur Verfügung steht. Da Arachidonsäure (Serie-2-Vorstufe) und EPA (Serie-3-Vorstufe) um dieselbe Bindungsstelle der COX konkurrieren, verschiebt eine EPA-reiche Ernährung das Verhältnis von Serie-2- zu Serie-3-Prostaglandinen zugunsten von PGE3.
Wirkung
Im Gegensatz zu den eher entzündungsfördernden Prostaglandinen der Serie 2, etwa PGE2 aus Arachidonsäure, hat PGE3 als Vertreter der Serie 3 meist eine mildere oder gegensätzliche Wirkung. Es weist je nach EP-Rezeptorsubtyp meist eine geringere Bindungsaffinität und Wirkstärke als PGE2 auf, an manchen Rezeptoren wirkt es als dessen Partialagonist.[1] Dadurch kann es in Gegenwart des stärker wirksamen PGE2 dessen Signalwirkung abschwächen.
Medizinische Bedeutung
PGE3 wird hinsichtlich seiner Beteiligung an Krebserkrankungen untersucht, insbesondere im Zusammenhang mit der krebshemmenden (antiproliferativen) Wirkung von EPA und Fischöl. So hemmt PGE3 in präklinischen Modellen des Prostatakarzinoms die Polarisation tumorassoziierter Makrophagen und soll dadurch indirekt antitumoral wirken.[2] Die Bedeutung dieser Ergebnisse für die Prophylaxe oder Therapie der Erkrankung ist jedoch unklar.
Quellen
- ↑ Yang et al., Prostaglandin E3 metabolism and cancer, Cancer Lett, 2014
- ↑ Cui et al., Prostaglandin E3 attenuates macrophage-associated inflammation and prostate tumour growth by modulating polarization, J Cell Mol Med, 2021