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Präemptive Nierentransplantation

Englisch: preemptive kidney transplant

1 Definition

Als präemptive Nierentransplantation bezeichnet man eine Nierentransplantation, die vor Eintritt der Dialysepflichtigkeit, im Regelfall als Lebendspende, erfolgt.

2 Hintergrund

Das Patienten- und Transplantatüberleben ist bei einer präemptiven Nierentransplantation im Vergleich zur Transplantation nach vorangegangener Dialyse länger.[1] Jedoch ist eine präemptive Nierentransplantation aufgrund der Knappheit an Organspendern nicht in allen Fällen durchführbar und nach den gültigen Richtlinien von Eurotransplant nur als Lebenspende möglich.

Die Aufnahme auf die Warteliste zur postmortalen präemptiven Organtransplantation kann deshalb nur im Falle eines terminalen Nierenversagens erfolgen, nach Beginn einer Dialysetherapie. Definierte regelhafte Ausnahmen sind Nierentransplantationen bei Kindern oder im Rahmen einer kombinierten Pankreas-Nierentransplantation sowie zur Vorbereitung einer Lebendnierentransplantation.[2]

Die Consensus-Richtlinien der Canadian Society of Transplantation von 2005 empfehlen eine präemptive Nierentransplantation bei einem progressivem und irreversiblem Nierenfunktionsverlust über die vorangegangenen 6 bis 12 Monate nach Unterschreitung einer GFR von 20 ml/min.

3 Quellen

  1. Yoo et al. Preemptive living-donor renal transplantation: outcome and clinical advantages, Transplantation proceeding, 2009
  2. Richtlinien zur Organtransplantation gem. § 16 TPG

4 Literatur

  • Geberth, S., & Nowack, R. (2014). Praxis der Dialyse (2nd ed.). Springer.

Diese Seite wurde zuletzt am 30. November 2021 um 15:22 Uhr bearbeitet.

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