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Odontom

1 Definition

Beim Odontom handelt es sich um einen benignen Tumor der Zahnhartsubstanz, der gemischt epithelial-ektomesenchymalen Usprungs ist. Es wird auch als hamartomatöse odontogene Läsion bezeichnet, da der Tumor aus einer fehlerhaften Entwicklung im Spätstadium der Odontogenese resultiert.

2 Epidemiologie

Das Odontom wird überwiegend um das 20. Lebensjahr diagnostiziert. Es ist der zweithäufigste odontogene Tumor nach dem Ameloblastom.

3 Einteilung

Die Unterscheidung erfolgt anhand ihrer Bestandteile in die folgenden beiden Arten:

  • Zusammengesetztes Odontom
  • Komplexes Odontom

Im Gegensatz zum komplexen Odontom kann das zusammengesetzte Odontom aus allen zahnbildenden Substanzen bestehen.

4 Klinik

Das zusammengesetzte Odontom findet man überwiegend im anterioren Oberkieferbereich, das komplexe Odontom im posterioren Unterkieferbereich. Häufig besteht durch das Odontom ein Eruptionshindernis für den Durchtritt retinierter Zähne, wodurch es klinisch auffällig wird.

5 Diagnose

Die Diagnose erfolgt meist als Zufallsbefund im Rahmen der zahnärztlichen Routineuntersuchung oder aufgrund klinischer Symptome. Röntgenologisch imponiert das zusammengesetzte Odontom als scharf begrenzte Veränderung mit zahntypischen Bestandteilen. Das komplexe Odontom erscheint als unorganisiertes, zusammengesetztes Gebilde.

6 Therapie

Generell wird eine Enukleation empfohlen. Bei fehlender Symptomatik und der Gefahr der Schädigung von benachbarten Strukturen, kann lediglich eine Beobachtung indiziert sein.

Fachgebiete: Zahnmedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Juli 2021 um 18:13 Uhr bearbeitet.

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