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Nisin

Synonym: Nisol, E234

1 Definition

Nisin ist ein antibiotisch wirksames Peptid aus der Gruppe der Lantibiotika (lanthioninhaltige Antibiotika). Lantibiotika sind Bacteriocine, die ein enges Wirkungsspektrum aufweisen. Die Summenformel lautet C143H230N42O37S7.

2 Vorkommen/Gewinnung

Nisin wird vom Milchsäurebakterium Lactococcus lactis produziert. Es kommt in roher Milch vor und ist für gesunde Menschen harmlos, da man davon ausgeht, dass es von den Verdauungsenzymen in kurzer Zeit abgebaut wird.

3 Anwendung

Wegen seiner antibiotischen Wirkung (nur gegen grampositive Bakterien) wird Nisin zur Konservierung verwendet. Es ist in vielen europäischen Ländern als Konservierungsstoff für verschiedene Lebensmittel (z.B. Pudding, Käse, Schmelzkäse) zugelassen. Als Lebensmittelzusatzstoff trägt die Substanz die Nummer E234.

Nisin wird auch in der Humanmedizin als Antibiotikum angewendet.

4 Gesundheitliche Risiken von Nisin

Nisin wird in der Regel als unbedenklich eingestuft. Der ADI-Wert für diesen Lebensmittelzusatzstoff liegt bei 0,3 mg pro Kilogramm Körpergewicht. In der Regel wird Nisin im menschlichen Organismus schnell und vollständig abgebaut.

Allergiker können nach dem Verzehr dieses Lebensmittelzusatzstoffes allergische Reaktionen zeigen. Bislang konnte nicht nachgewiesen werden, dass dieser Lebensmittelzusatzstoff sich negativ auf den Einsatz von therapeutisch wirkenden Antibiotika auswirkt. Einige Verbraucherschützer raten dennoch zur Vorsicht und empfehlen, Lebensmittel, die Nisin enthalten, nicht allzu häufig zu verzehren.

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