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Mikrotom

von griechisch: μικρός (mikros) - klein und τέμνειν (temnein) - schneiden
Englisch: microtome

1 Definition

Mikrotome sind Geräte, die zur Herstellung feinster Gewebsschnitte für mikroskopische Untersuchungen in der Histologie und Pathologie verwendet werden.

2 Verwendungszweck

Die Histologie bedient sich verschiedenster Präparate (z.B. Ausstrichpräparat, Zupfpräparat bzw. Isolationspräparat usw.) um spezielle Untersuchungen an Geweben durchzuführen. Das Schnittpräparat ist eines der häufigsten Präparatarten in der Histologie.

Die Pathologie hingegen verwendet meist spezielle Gefriermikrotome, da die Zeit ein wichtiger Faktor ist und die gewonnenen Präparate möglichst schnell untersucht werden müssen.

3 Anwendung

Um mit einem Mikrotom ein Schnittpräparat erstellen zu können, müssen einige Schritte vorausgegangen sein. Folglich ein Beispiel eines üblichen Ablaufs in der Histologie:

Der vorgefertigte Paraffinblock wird in ein Mikrotom eingespannt und mittels Spezialmesser auf die gewünschte Dicke geschnitten. Das Schnittpräparat wird anschließend mit einem befeuchteten Pinsel vom Mikrotommesser abgehoben und auf den Objektträger aufgelegt. Dieser wird vorher mit Wasser befeuchtet (damit sich das Schnittpräparat beim Austrocknen "ausstreckt"), anschließend mit Eiweiß-Glycerin-Kleber bestrichen und dann mit dem Schnittpräparat zusammengefügt. Der Objektträger muss anschließend (vorzugsweise) über Nacht in einem Brutschrank (bei 40°C) austrocknen.

4 Technik

Grundsätzlich besteht ein Mikrotom aus einem Messerblock, wobei die Messer ausgewechselt werden können - und einem Präparathalter, der auf einem "Schlitten" befestigt ist. Hierbei wird der Schlitten in Richtung des Messers gefahren, sodass nach eingestellter Schnittdicke das Präparat geschnitten wird. Je nach Mikrotom und Verfahren unterscheidet man zwischen folgenden Schnittdicken:

  • gängige Präparate: 7-19 μm
  • semidünne Präparate: 0,5-1 μm
  • ultradünne Präparate: 30-100 nm

5 Typen

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