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Ausstrichpräparat

Englisch: smear preparation

1 Definition

Ein Ausstrichpräparat ist ein Gewebepräparat, das auf einen Objektträger ausgestrichen wird, um es dann weiter histologisch oder pathologisch zu untersuchen.

siehe auch: Ausstrich, Blutausstrich

2 Herstellung

Damit die Probe auf dem Objektträger haftet und keine unerwünschte Artefakte entstehen, sollte das Glasplättchen vorab mit Alkohol (z.B. Ethanol) oder Spülmittel entfettet werden. Ein anschließendes Abspülen mit destilliertem Wasser und rückstandsloses Trocknen sind eine weitere Voraussetzung.

Anschließend wird ein kleiner Tropfen der Probe im ersten Drittel des Objektträgers aufgebracht. Das Deckglas muss anschließend schräg mit der Kante auf dem Objektträger aufgesetzt und langsam zur Probe herangeführt werden, bis es schließlich Kontakt mit der Flüssigkeit aufnimmt. Danach wird das Deckglas mit der Probe auf dem Objektträger entlang geschoben und somit ein gleichmäßiges Auftragen der Flüssigkeit erreicht.

Nun kann das Präparat entweder zum Austrocknen und anschließenden Färben weiterverarbeitet oder mit einem frischen Deckglas zusammengeführt werden, um die mikroskopische Untersuchung durchzuführen.

3 Verwendung

Ausstrichpräparate werden hauptsächlich für Blutuntersuchungen und zur mikroskopischen Erregeridentifikation verwendet. Neben Blut können auch Organabstriche oder Eiter untersucht werden.

4 Medizinstudium

Ausstrichpräparate sind neben Schnittpräparaten die häufigsten Präparatarten die im Rahmen eines Histologie-Praktikums mikroskopiert werden. Sie sind kostengünstig und einfach herzustellen (z.B. Froschblut).

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