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Maschinenknoten

1 Definition

Als Maschinenknoten wird der chirurgische Knoten zum Verschluss einer Nacht mittels Nadelhalter bezeichnet.

2 Eigenschaften

2.1 Anwendung

Am häufigsten findet der Maschinenknoten Einsatz bei dem Verschluss von Hautwunden nach gesetzter Naht. Eine Variante des Maschinenknotens ist der mittels eines Knotenschiebers gesetzte Knoten. Dieser kommt vorwiegend beim Knoten während laparoskopischer Operationen zum Einsatz.

2.2 Vorteile

  • Der größte Vorteil des Maschinenknotens ist seine extrem schnelle Durchführbarkeit. Eine Hautwunde kann so verschlossen werden ohne den Nadelhalter aus der Hand legen zu müssen.

2.3 Nachteile

  • Mit dem Maschinenknoten ist nur das problemlose Knüpfen eines einfachen Kreuzknotens möglich. Bei einem sogenannten Rutschknoten, wie er in tieferen Lagen des OP-Situs notwendig wird, muss mit dem Finger nachgeholfen oder der Knoten direkt mit der Hand geknüpft werden.

3 Durchführung

Ist die Hautnaht komplett gestochen worden kann nun der Knoten gesetzt und sie mit dem Maschinenknoten verschlossen werden. Der Faden sollte bis auf 1-2cm komplett durchgezogen sein um zum einen ein lästiges Einfädeln mit Ösenbildung des Fadens, zum anderen eine Traumatisierung der Stichkanäle (Faden bereits nach dem ersten Stich soweit durchziehen, dass nur die besagten 1-2 cm epikutan übrig stehen bleiben) zu vermeiden. Insgesamt werden 3 Knoten gemacht, wobei der erste ein doppelter, die beiden folgenden einfache Knoten sind.

3.1 Erster Knoten (Doppelt)

Für den ersten Knoten positioniert man den Nadelhalter horizontal, parallel zur Wunde und zwischen den beiden Fadenenden (das eine ist 1-2cm lang am ersten Einstich der Wunde bzw. liegt intrakutan bei der Intrakutannaht nach Halsted und Chassaignac, das zweite bildet der restliche Faden samt Nadel). Nun kann der Faden entweder um den starren Nadelhalter gewickelt oder der Nadelhalter in den ruhig gehaltenen Faden hineingedreht (Wickeltechnik und Propellertechnik) werden. Beim ersten Knoten erfolgt dies zweifach. Der Faden wird doppelt um den Nadelhalter gewickelt. Anschließend wird der Nadelhalter geöffnet, das überstehende Fadenende gefasst und durch die gebildete Schlaufe gezogen. Hierbei wird das kurze sowie das lange Fadenende zu der gegenüberliegenden Seite (also dorthin, wo es vorher nicht war) gezogen. Die Fäden sind nun doppelt gekreuzt und können stramm gezogen werden. Um ein sofortiges Lösen des ersten Knotens zu verhindern kann nun, bei artgerechter Adaptation der Wundränder, der Knoten auf die Seite des kurzen Fadenendes gelegt werden.

3.2 Zweiter Knoten (Einfach)

Für den zweiten Faden wickelt oder propellert man den langen Faden idealerweise von innen (also zwischen den beiden Fadenenden) auf den Nadelhalter. Diesmal jedoch nur einfach gewickelt. Das Zuziehen des zweiten Knotens erfolgt analog dem Ersten.

Fachgebiete: Chirurgie

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