Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Macula sacculi

Englisch: macula of saccule, macula sacculi

1 Definition

Die Macula sacculi ist eines der beiden Makulaorgane. Es handelt sich um eine ovale, etwa 2 mm lange Epithelerhebung im Sacculus. Sie enthält Haarzellen, in denen afferente Fasern des vestibulären Anteils des Nervus vestibulocochlearis (Nervus VIII) enden.

2 Histologie

Die Macula sacculi besteht aus zwei Zelltypen:

  • Haarzellen und
  • Stützzellen

Die Haarzellen tragen an ihrem apikalen Zellpol Büschel aus je einer langen Kinozilie und mehreren (ca. 70-80) kürzeren Stereozilien. Sie sind von einer azellulären, gallertigen Statolithenmembran aus Glykoproteinen (z.B. Otogelin) bedeckt, deren Oberfläche zahlreiche kleine Kalziumkarbonat-Kristalle (CaCO3) aufweist. Sie werden Statolithen genannt. Die Statolithen ziehen bei Linearbeschleunigungen durch ihre Masseträgheit die Gallertmasse mit, was zu Scherbewegungen der Stereozilien und Kinozilien, und damit zur Erregung der Haarzellen führt.

Die Stützzellen sind schlanke hochprismatische Zellen, die zwischen den Haarzellen liegen. Sie sezernieren wahrscheinlich die Gallertsubstanz der Statolithenmembran.

3 Physiologie

Die Macula sacculi verläuft in etwa senkrecht an der Vorderwand des Sacculus. Sie registriert vertikal auf den Körper einwirkende Beschleunigungen und damit auch die Erdbeschleunigung.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

5 Wertungen (3.8 ø)

23.903 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: