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Leishmania mexicana

Englisch: Leishmania mexicana

1 Definition

Leishmania mexicana des Leishmanien-Subgenus Leishmania ist der Erreger einer amerikanischen kutanen Leishmaniose.

2 Epidemiologie

Erreger des Leishmania-mexicana-Komplexes, zu denen auch Leishmania amazonensis gehört, finden sich bei geringer Endemizität in sehr verstreuten Endemiegebieten sowohl in feuchten und halbtrockenen Wäldern wie auch im trockenen Buschland. Die Endemiegebiete des Erregers Leishmania mexicana sind in Belize, Costa Rica, Guatemala, Mexiko, in den USA (in der Nähe der Grenze zu Mexiko in Texas) sowie in Kolumbien und Ecuador gelegen.[1] In Mexiko ist Leishmania mexicana der für die meisten Infektionen verantwortliche Erreger.[2]

3 Übertragung

Leishmania mexicana wird durch den Stich von Sandmücken der Gattung Lutzomyia übertragen. Zu den Reservoirwirten des zoonotischen Erregers gehört eine Vielzahl bodenbewohnender Nagetiere. Auf der Yucatan-Halbinsel in Mexiko und in Belize sind Großohr-Kletterratten und verwandte Arten (Ototylomys) die primären Wirte. Wald-Stacheltaschenmäuse (Heteromys), Vesperratten und verwandte Arten (Nyctomys) sowie Baumwollratten (Sigmodon) sind sekundäre Wirte.[1] Auch Reisratten (Oryzomys), Weißfußmäuse (Peromyscus) und die Amerikanische Buschratte (Neotoma) können in die Übertragung des Erregers eingebunden sein. In Südamerika ist das Südopossum (Didelphis marsupialis) ein relevanter Reservoirwirt. In vielen der verstreuten Endemiegebiete sind die Reservoirwirte jedoch unbekannt.[1]

4 Inkubationszeit

Die Inkubationszeit variiert zwischen 2 Wochen und 6 Monaten, kann in Einzelfällen aber auch länger sein.[2]

5 Klinik

5.1 Kutane Leishmaniose

Für die Dauer von 2 Tagen erscheint an der Einstichstelle eine Makel, die sich dann innerhalb von durchschnittlich 4 Tagen zu einem Knoten entwickelt. Dieser bleibt 1-2 Wochen bestehen, nimmt an Größe zu und ulzeriert anschließend aufgrund der Immunreaktion gegen den Erreger. Das Geschwür ist schmerzlos, rund, mit sauberem Grund, rosafarben, aus granulösem Gewebe und hat verhärtete Ränder. Häufig ist es mit einer nicht-eitrigen, blutigen oder serösen Kruste bedeckt.[2] Die Selbstheilungsdauer beträgt häufig nur 3-4 Monate, kann jedoch auch erheblich länger sein.[1]

5.2 Diffuse kutane Leishmaniose

Ein (gemäß WHO) "kleiner Prozentsatz"[1] der Infizierten entwickelt eine diffuse kutane Leishmaniose. Aufgrund einer unterdrückten zellvermittelten Immunantwort breiten sich die Erreger hämatogen oder lymphogen unkontrolliert über den ganzen Körper aus.

6 Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Control of the leishmaniases WHO Technical Report 949, WHO 2010
  2. 2,0 2,1 2,2 Manual para el diagnóstico, tratamiento y control de las leishmaniasis Behandlungsleitlinie Mexiko 2015

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