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Krankheitsmodell

1 Definition

Unter einem Krankheitsmodell versteht man ein Modell, das der Erklärung der Entstehung einer Krankheit dient.

2 Arten von Krankheitsmodellen

Man unterscheidet das soziologische, das verhaltenstheoretische, das biomedizinische und das psychoanalytische Modell.

2.1 Soziologisches Modell

Im soziologischen Modell stehen die Lebensverhältnisse eines Individuums im Mittelpunkt. Nach diesem Modell können Krankheiten entstehen, wenn ein Mensch unter Problemen im sozialen Bereich (z. B. Verlust des Arbeitsplatzes) leidet. Ein Mensch ist nach diesem Modell krank, wenn er die an seine soziale Rolle gestellten Anforderungen nicht mehr erfüllen kann.

2.2 Verhaltenstheoretisches Modell

Dieses Modell stellt Lernvorgänge (operante Konditionierung, klassische Konditionierung, Lernen am Modell) bei der Entstehung von Krankheiten in den Mittelpunkt. Als Krankheit definiert man nach diesem Modell fehlerhaftes Verhalten oder auch die Auswirkungen eines Verhaltens.

2.3 Biomedizinisches Modell

Nach diesem Modell entstehen Krankheiten durch Störungen von Körperfunktionen, die biochemisch oder physikalisch nachgewiesen werden können.

2.4 Psychoanalytisches Modell

Nach diesem Modell liegt der Entstehung von Krankheit ein Konflikt zwischen Triebimpulsen und sozialen Normen zugrunde: Das Ich kann keine Einigung zwischen Über-Ich und Es erzielen und infolgedessen geraten körperliche und seelische Homöostase aus dem Gleichgewicht.

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Diese Seite wurde zuletzt am 9. September 2016 um 15:30 Uhr bearbeitet.

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