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Keratoakanthom

Englisch: keratoacanthoma

1 Definition

Unter einem Keratoakanthom versteht man einen benignen Tumor des Hautepithels, der die Fähigkeit zur Spontanremission besitzt. Er geht von Zellen des Haarfollikels aus.

2 Epidemiologie

Die Erkrankung betrifft meist Patienten, die das 60. Lebensjahr überschritten haben. Frauen sind seltener betroffen als Männer.

3 Risikofaktoren

Das Auftreten von Keratoakanthomen wird durch eine jahrelange Exposition gegenüber UV-Licht begünstigt. In einzelnen Fällen lässt sich eine Koinfektion mit HPV nachweisen.

4 Klinik

Das Keratoakanthom wächst sehr schnell und imponiert makroskopisch als halbkugeliger, solitärer Tumor mit zentralem Hornpfropf, der typischerweise in seiner Mitte eingedellt ist oder auch ulzeriert sein kann und Teleangiektasien aufweist. Man findet diesen Tumor vor allem an Hautarealen, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind: an den Händen, den Unterarmen, dem Nacken und dem Gesicht.

5 Diagnose

Die Diagnose wird anhand der Histopathologie gestellt.

6 Histopathologie

Charakteristisch für die Histopathologie des Keratoakanthoms ist die Ähnlichkeit zum Plattenepithelkarzinom (Spinaliom). Von vielen Pathologen wird das Keratoakanthom deshalb auch als niedrig maligne Variante des Plattenepithelkarzinom angesehen. Das histologische Bild kann innerhalb der einzelnen Tumorbereiche deutlich variieren. Aus diesem Grund ist es erforderlich, im histologischen Schnitt den gesamten Tumor zu erfassen. Unter dem Mikroskop sieht man einen zentraler Krater mit Hornpfropf, der von Stachelzellen umgeben ist, die teilweise atypische sind und Hornperlen ausbilden können. In der Dermis lässt sich ein entzündliches Infiltrat nachweisen.

7 Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnostisch muss an ein Basaliom, ein Spinaliom und eine aktinische Keratose gedacht werden.

8 Therapie

Makroskopisch sind Keratoakanthome kaum von Plattenepithelkarzinomen und manchen Basaliomformen zu unterscheiden. Auch wenn der Tumor sich spontan zurückbilden kann, besteht die Therapie deshalb in der Exzision mit anschließender pathohistologischer Aufbereitung. In der Nase und im Gesicht sollte die Entfernung mit minimalem Gewebeverlust unter Schnittrandkontrolle erfolgen (Mohs-Chirurgie).

9 Weblinks

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Fachgebiete: Dermatologie

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