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Hämagglutinationshemmtest

(Weitergeleitet von Hämagglutinations-Hemmtest)

Synonyme: Hämagglutinationshemmungsreaktion, HAH

1 Definition

Ein Hämagglutinationshemmtest, kurz HAH, ist ein serologisches Testverfahren zum Nachweis von Antikörpern, das auf der Hemmung einer zu erwartenden Verklumpung (Agglutination) von Erythrozyten basiert.

2 Hintergrund

Hämagglutinationshemmteste basieren darauf, dass bestimmte Bakterien und Viren Hämagglutinine bilden, die zur Verklumpung (Agglutination) von Erythrozyten führen. Im Rahmen der Infektion mit diesen Erregern bildet der Patient spezifische Antikörper gegen die Hämagglutinine.

In vitro wird das Patientenserum mit den Hämagglutininen vermischt. Wenn sich im Untersuchungsmaterial spezifische Antikörper befinden, kommt es zu einer Antigen-Antikörper-Reaktion, welche die Hämagglutinine deaktiviert. Sie wird dadurch sichtbar, dass danach zugegebene Testerythrozyten nicht mehr agglutinieren - daher "Hemmtest".

Um die ungefähre Menge an Antikörper im Patientenserum zu bestimmen, wird das Serum seriell verdünnt, so dass eine Verdünnungsreihe entsteht. Je größer die Verdünnung, desto weniger Antikörper sind vorhanden. Der Hämagglutinationstiter ist dann die Verdünnungsstufe, bei der gerade noch eine Hämagglutination verhindert wird.

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