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Granula iridica (Veterinärmedizin)

Synonyme: Granula iridis, Traubenkörner

1 Definition

Als Granula iridica bezeichnet man in der Veterinärmedizin am Pupillarrand (Margo pupillaris) auftretende, stark pigmentierte Gebilde, die nur bei den Huftieren ausgebildet sind.

2 Anatomie

Die Traubenkörner sind an der Regenbogenhaut (Iris) am oberen und unteren Pupillenrand anzutreffen. Sie bestehen aus Irisstroma und pigmentiertem Epithel der Pars iridica retinae. Die stark pigmentierten und kapillarreichen Gebilde sind in der Regel am oberen Pupillarrand größer und zahlreicher vorhanden als am unteren Pupillarrand. Beim kleinen Wiederkäuer und Pferd bilden die Traubenkörner Hohlräume aus.

Insbesondere beim Pferd kann ihre Anzahl, Größe und Anordnung sogar als individuelles Merkmal zur Identifizierung des Tieres herangezogen werden.

3 Funktion

Die Funktion der Traubenkörner ist derzeit (2021) noch nicht vollständig geklärt. Einerseits wird der Schutz vor zu hellem Licht (Blendschutz) in Betracht gezogen, andererseits könnten sie der Sekretion von zusätzlichem Kammerwasser dienen.

4 Quellen

  • Salomon FV, Geyer H, Uwe G. 2008. Anatomie für die Tiermedizin. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. Stuttgart: Enke Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG. ISBN: 978-3-8304-1075-1
  • Ao. Univ. Prof. Dr. Gerald Weissengruber. 2016. Vorlesung Handout Auge und Ohr 2016.

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Fachgebiete: Anatomie, Veterinärmedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 23. August 2021 um 09:28 Uhr bearbeitet.

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