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Gelenkbahnneigung

Synonym: Kondylenbahnneigung

1 Definition

Als Gelenkbahnneigung bezeichnet man den Winkel, der zwischen einer horizontalen Bezugsebene und der Bewegungsbahn der Unterkieferkondylen bei der Protrusionsbewegung besteht. Er entspricht der anatomischen Ausformung des Tuberculum articulare des Kiefergelenks.

2 Hintergrund

Die Gelenkbahnneigung weist gegenüber der Camper-Ebene einen Winkel von 33°, gegenüber der Frankfurter Horizontalen einen Winkel von 45° auf. Im Rahmen einer prothetischen Versorgung mit Vollprothese will man Interferenzen bei der dynamischen Okklusion im Front- und Seitenzahnbereich vermeiden. Dazu muss die Gelenkbahnneigung des Patienten ermittelt werden. Anschließend wird sie auf die Spee-Kurve abgestimmt. Nur so ist die Prothese bei der Protrusionsbewegung sowohl im Front- als auch im Seitenzahnbereich abgestützt.

3 Klinik

Ältere Patienten mit längerer Zahnlosigkeit weisen eine kleinere Gelenkbahnneigung auf. Zudem liegt die Fossa mandibulae weiter anterior als bei bezahnten Patienten.

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Fachgebiete: Zahnmedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 10. März 2020 um 14:30 Uhr bearbeitet.

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