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Gelbfieberimpfung

Englisch: yellow fever vaccination

1 Definition

Die Gelbfieberimpfung ist eine Lebendimpfung mit attenuierten Gelbfieber-Viren gegen Gelbfieber.

2 Impfstoff

Als Impfstoff wird ein auf Hühnerembryonen gezüchteter 17-D-Lebendvirusimpfstoff (z.B. Stamaril®) eingesetzt. Er löst eine Immunantwort aus, besitzt jedoch keine krankmachenden Eigenschaften.

3 Vorgehen

Der Impfstoff wird durch einmalige subkutane oder intramuskuläre Injektion eingebracht.

3.1 Kombinierbarkeit

Die Gelbfieberimpfung kann ohne zeitlichen Abstand mit anderen Totimpfungen, Lebendimpfungen oder Schluck-Lebendimpfungen kombiniert werden. Können andere Lebendimpfungen nicht zeitgleich verabreicht werden, sollte ein Abstand von 4 Wochen eingehalten werden.

4 Impfstellen

Da der Gelbfieber-Impfstoff sehr empfindlich ist, darf die Gelbfieberimpfung in Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen Ländern nur an speziell zertifizierten Gelbfieberimpfstellen durchgeführt werden. Die Impfstelle ist für die exakte Lagerung und Applikation der Impfung verantwortlich, die wichtige Voraussetzungen für ihre Wirksamkeit sind.

5 Impfschutz

Der Impfschutz setzt etwa nach dem 10. Tag ein, so dass die Impfung mindestens 10 Tage vor Reiseantritt vorgenommen werden sollte. Die Schutzrate der Impfung beträgt nach diesem Zeitraum etwa 90%, nach 1 Monat fast 100%.

Nach aktuellem Kenntnisstand (2019) ist von einem lebenslangen Impfschutz auszugehen.[1] Trotzdem können eventuell folgende Personengruppen von einer Auffrischimpfung profitieren, da ihre Immunantwort abgeschwächt ist und sie daher möglicherweise keinen lebenslangen Schutz aufweisen:

  • Kinder, die vor dem zweiten Lebensjahr erstmals geimpft wurden
  • Frauen, die in der Schwangerschaft geimpft wurden
  • HIV-Infizierte
  • Personen, die gleichzeitig zur Gelbfieber-Impfung eine MMR-Impfung erhielten

6 Nebenwirkungen

Die Reaktionen auf die Gelbfieberimpfung sind in der Regel mild und treten 5-10 Tage nach der Impfung auf. Zu den typischen Nebenwirkungen gehören:

In sehr seltenen Fällen können nach der Impfung eine Enzephalitis oder andere schwere Organerkrankungen auftreten. Bei bestehender Hühnereiweißallergie können allergische Sofortreaktionen, einschließlich Anaphylaxie auftreten.

Insgesamt ist das Nebenwirkungsrisiko der Gelbfieberimpfung aber als sehr gering einzustufen.

7 Kontraindikationen

Die Durchführung der Gelbfieberimpfung ist auch in der Schwangerschaft möglich. Da theoretisch eine Übertragung auf den Fötus möglich ist, sollte sie aber nur erfolgen, wenn unbedingt notwendig, d.h. bei vorhersehbarem Aufenthalt in Hochrisikoregionen.

8 Quellen

  1. STIKO Epidem. Bulletin 35/2015, abgerufen am 30.07.2019

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