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Gastrinom

1 Definition

Das Gastrinom ist eine Neoplasie, die von gastrinproduzierenden Zellen des Gastrointestinaltrakts ausgeht. Bei etwa 80% der Gastrinome handelt es sich um Pankreastumoren, die restlichen 20% sind im Duodenum lokalisiert und enstehen aus diffusem neuroendokrinen Gewebe. Ihr Auftreten ist häufig mit einer multiplen endokrinen Neoplasie vom Typ 1 (MEN 1) assoziiert.

2 Morphologie

Die Gastrinome erreichen makroskopisch oft eine Größe von bis zu vier Zentimetern. Sowohl die Gastrinome des Types der Pankreastumoren als auch die im Duodenum lokalisierten Gastrinome zeigen häufig eine Sekretion von Gastrin. 60 bis 70% aller Gastrinome sind maligne. Bei über der Hälfte der Fälle hat bei Diagnosestellung bereits eine Metastasierung stattgefunden, da diese in einem sehr frühem Stadium beginnt.

3 Klinik

Durch die andauernde Sekretion von Gastrin wird die Säureproduktion im Magen sehr stark angeregt. Infolgedessen kann es zu Reflux sowie zu multiplen Ulzera im Bereich des Magens, des Duodenums (bis hin zu Ulzera im Jejunum) mit Ulkusblutungen und Schmerzen kommen. Durch die säurebedingte Lipase-Inaktivierung können zusätzlich wässrige Diarrhö sowie Steatorrhö auftreten.

Die Kombination aus Hypergastrinämie, der gastrointestinalen Ulzera und einem Gastrinom wird auch als Zollinger-Ellison-Syndrom bezeichnet.

Fachgebiete: Gastroenterologie

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