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Fensterung (Computertomographie)

Englisch: windowing, grey-level mapping, contrast stretching, histogram modification

1 Definition

Als Fensterung wird bei der Computertomographie (CT) die Auswahl bestimmter Anteile der Hounsfield-Skala für die Bilddarstellung bezeichnet. Sie beeinflusst den Kontrast und die Helligkeit der CT-Bilder.

2 Radiologie

Die Fensterung legt fest, welcher Ausschnitt der Hounsfield-Skala im Bild entsprechenden Grauwerten zugewiesen wird. Da das menschliche Auge nur ca. 60-80 Graustufen unterscheiden kann, sind verschiedene Fensterungen für eine optimale Beurteilung einzelner Gewebearten notwendig.

Man unterscheidet zwischen:

Weiterhin unterscheidet man zwischen einer oberen und unteren Graustufe. Werte über der oberen Graustufe werden nur noch weiß dargestellt. Unterhalb der unteren Graustufe werden die Werte nur noch schwarz dargestellt:

  • untere Graustufe = Fensterzentrum - (Fensterbreite/2)
  • obere Graustufe = Fensterzentrum + (Fensterbreite/2)

3 Beispiele

Fensterart Fensterzentrum Fensterbreite
Gehirnfenster 40 80
Lungenfenster -600 1.500
Knochenfenster 500 2.000
Weichteilfenster 50 350

4 Diagnostik

Die Fensterung beeinflusst den Kontrast und das Bildrauschen. Eine zu große Fensterweite reduziert den Kontrast, sodass kontrastarme Läsionen oder beispielsweise die Kontrastaufnahme von Abszessmembranen übersehen werden. Eine zu enge Fensterung führt zu einem starken Anstieg des Bildrauschens und einer fehlenden Differenzierung im Fettgewebe, sodass beispielsweise Ödeme, Infiltrationen oder Lufteinschlüsse übersehen werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 8. November 2021 um 21:39 Uhr bearbeitet.

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