Dosismodulation (CT)
Definition
Die Dosismodulation ist ein Verfahren in der Computertomographie (CT), bei dem der Röhrenstrom während der Untersuchung automatisch an die Anatomie des Patienten angepasst wird. Es zielt auf eine konstante Bildqualität bei möglichst geringer Strahlenexposition.
Einteilung
Man unterscheidet verschiedene Formen der Dosismodulation:
- Longitudinale Modulation (z-Achse): Anpassung des Röhrenstroms entlang der Körperlängsachse. Unterschiedliche Körperregionen (z.B. Thorax vs. Abdomen) werden entsprechend ihrer Abschwächung unterschiedlich exponiert.
- Winkelabhängige Modulation (angular): Anpassung des Röhrenstroms während der Rotation der Röntgenröhre. Der Röhrenstrom wird je nach Durchstrahlungsrichtung verändert (z.B. höhere Dosis bei lateraler Durchstrahlung im Vergleich zu anterior-posterior.
- Kombinierte Modulation: Moderne CT-Systeme kombinieren longitudinale und winkelabhängige Anpassungen, um die Exposition optimal zu steuern.
Prinzip
Die Dosismodulation basiert auf der Anpassung des Röhrenstroms (mA) an die lokale Abschwächung der Röntgenstrahlung. Bereiche mit hoher Dichte oder größerer Schichtdicke erfordern eine höhere Photonenanzahl, während in weniger absorbierenden Regionen der Röhrenstrom reduziert werden kann.
Die Steuerung erfolgt auf Grundlage von Topogrammen (Scout-Aufnahmen) und aktuellen Messdaten während der Rotation. Damit wird die Strahlenexposition entlang der Körperachse und während der Rotation dynamisch angepasst.
Die Dosismodulation zielt darauf ab, das Bildrauschen über das gesamte Untersuchungsvolumen möglichst konstant zu halten. Ohne Anpassung würde es in stark absorbierenden Regionen zu erhöhtem Rauschen und in weniger absorbierenden Regionen zu unnötig hoher Dosis kommen.
Limitationen
Die Effektivität der Dosismodulation hängt von der korrekten Patientenlagerung und Zentrierung ab. Fehlpositionierungen können zu einer suboptimalen Dosisverteilung führen. Zudem kann bei extremen Körperdimensionen oder stark inhomogenen Regionen die gewünschte Bildqualität nicht vollständig erreicht werden.