Deutsche Gesellschaft für Pathologie
Definition
Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie, kurz DGP, ist die medizinische Fachgesellschaft für Pathologie in Deutschland. Sie befasst sich mit der Weiterentwicklung der Diagnostik und fördert Forschung, Lehre sowie eine qualitätsgesicherte, evidenzbasierte Anwendung pathologischer Methoden in der klinischen Medizin.
Hintergrund
Die Pathologie ist ein wichtiger Teil der medizinischen Diagnostik. Histologische, zytologische und molekularbiologische Befunde sind essenziell für Diagnosesicherung, Prognoseeinschätzung und Therapieplanung. Das gilt vor allem für maligne Tumoren, aber auch für entzündliche, degenerative und infektiöse Erkrankungen.
Aufgaben
Mit der zunehmenden Bedeutung molekularer Marker und digitaler Diagnostik hat sich die Bandbreite der Gesellschaft vergrößert. Zu ihrem Tätigkeitsprofil zählen u.a.:
- Förderung wissenschaftlicher Forschung in der Pathologie und Molekularpathologie
- Unterstützung einer evidenzbasierten, standardisierten pathologischen Diagnostik
- Organisation wissenschaftlicher Kongresse, Tagungen und Fortbildungsveranstaltungen
- Weiterentwicklung und Vermittlung morphologischer, molekularer und digitaler Diagnostikverfahren
- Förderung des interdisziplinären Austauschs zwischen Pathologie und klinischen Fachdisziplinen
- Nachwuchsförderung in Forschung, Lehre und klinischer Pathologie
- Mitwirkung an wissenschaftlichen Stellungnahmen und Positionspapieren zu diagnostischen Innovationen
Leitlinienarbeit
Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie ist an der Entwicklung und Überarbeitung medizinischer Leitlinien beteiligt, insbesondere im onkologischen Bereich. Dies erfolgt im Rahmen der AWMF in enger Zusammenarbeit mit organ- und fachspezifischen Fachgesellschaften.
Der Schwerpunkt liegt auf der evidenzbasierten Bewertung diagnostischer Kriterien, der Standardisierung histopathologischer und molekularer Befundung sowie der Definition qualitätsgesicherter Untersuchungsverfahren. Damit trägt die DGP wesentlich zur Vergleichbarkeit pathologischer Befunde und zur leitliniengerechten klinischen Entscheidungsfindung bei.