Deeskalationsmanagement
Synonym: Deeskalationsstrategie, Deeskalationstechnik
Definition
Das Deeskalationsmanagement umfasst alle Kommunikationstechniken und Strategien, die darauf abzielen, Aggressionen und Gewalt rechtzeitig zu erkennen und zu entschärfen, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Ziel des Deeskalationsmanagements ist es, in Gewaltsituationen die Sicherheit von Patienten, Mitarbeitern und anderen Beteiligten zu gewährleisten und Konflikte möglichst ohne Gegengewalt zu lösen.
Anwendungsbereiche
Eintrainierte Deeskalationsstrategien werden in Bereichen eingesetzt, in denen häufig Konflikte, Aggression oder Gewalt auftreten, wie im Gesundheitswesen, im Rettungsdienst, in der Sozial- und Betreuungsarbeit sowie im Justiz- und Sicherheitsbereich. Zentral für ein wirksames Deeskalationsmanagement ist die einheitliche Schulung aller betroffenen Mitarbeitenden im Umgang mit aggressivem Verhalten.
Grundregeln
Bei einer Person in einem akuten Erregungszustand ist ein ruhiges und kontrolliertes Auftreten entscheidend. Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen sollten möglichst ruhig und selbstsicher auftreten, ohne dabei bedrohlich oder konfrontativ zu wirken. Ausschließlich eine Person übernimmt die Kommunikation mit der agitierten Person.
Eine offene und aufrechte Körperhaltung, z.B. mit gesenkten Armen und offenen Handflächen nach vorne, kann helfen, der Person keine zusätzliche Bedrohung zu signalisieren. Ebenso wichtig ist es, ausreichenden Abstand zur betroffenen Person zu halten (außerhalb der Schlagweite), um sowohl die eigene Sicherheit zu gewährleisten als auch den persönlichen Raum der Person zu respektieren.
Zusätzliche Mitarbeiter sollten sich im Hintergrund so postieren, dass Flucht- und Ausweichmöglichkeiten bestehen oder sie bei Notwendigkeit eine Fixierung durchführen können, ohne die Person zu bedrängen.
Konzepte
Beispiele für formalisierte Deeskalationskonzepte sind: