Clathrat
von lateinisch: clatratus - vergittert
Definition
Hintergrund
Clathrate entstehen durch die Ausbildung eines Kristallgitters, das definierte Hohlräume besitzt. Dieses sogenannte Wirtsgitter kann andere Atome oder Moleküle (Gastteilchen) aufnehmen, ohne dass zwischen Wirtsgitter und Gastteilchen chemische Bindungen gebildet werden. Die Stabilisierung erfolgt überwiegend durch physikalische Wechselwirkungen, z.B. Van-der-Waals-Kräfte.
Beispiel
Ein bekanntes Beispiel sind feste Gashydrate, etwa Methanhydrat (Methaneis). Dabei bilden Wassermoleküle (H₂O) ein käfigartiges Eiskristallgitter, in dessen Hohlräumen Methanmoleküle (CH₄) eingeschlossen sind.
Geeignete Wirtsgitter
Typische Substanzen, die Clathrate bilden können, sind unter anderem:
- Harnstoff (Urea)
- Cyclodextrine
- Hydrochinon
- Phenol
- Toluol
- bestimmte Koordinationspolymere
- Wasser
Quelle
- Spektrum der Wissenschaft: Clathrate; abgerufen am 22.02.2026
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Fachgebiete:
Chemie
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