Zur Zeit steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Zur Zeit steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

das Flexikon denkt gerade nach, deshalb steht es nur im Lesemodus zur Verfügung

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Caput succedaneum

Synonyme: Kopfgeschwulst, Geburtsgeschwulst
Englisch: Caput succedaneum

1 Definition

Das Caput succedaneum ist ein Geburtstrauma, bei dem sich im Rahmen einer protrahierten vaginalen Geburt eine subkutane Flüssigkeitsansammlung im Subkutangewebe oberhalb der Galea aponeurotica des Schädels ausbildet.

2 Pathogenese

Es handelt sich um ein durch Einwirkung von Druck und Zug auf den Kopf beim Durchtritt durch den Geburtskanal entstehendes Ödem.

3 Klinik

Die Schwellung ist teigig und schlecht abgrenzbar. Sie kann unter Umständen ein groteskes Erscheinungsbild bieten. Sie unterscheidet sich vom Kephalhämatom dadurch, dass sie die Grenzen der Schädelnähte (Suturen) überschreitet.

4 Differentialdiagnosen

Diagnose Lokalisation
Caput succedaneum Subkutangewebe oberhalb der Galea aponeurotica
Subgaleatisches Hämatom Spaltraum zwischen Galea aponeurotica und Periost
Kephalhämatom Spaltraum zwischen Periost und Knochen

5 Therapie

Unter Schonung und leicht kühlenden Auflagen bildet sich das Caput succedaneum innerhalb der ersten Lebenswoche zurück.

Tags:

Fachgebiete: Geburtshilfe, Gynäkologie

Diese Seite wurde zuletzt am 10. Januar 2019 um 11:25 Uhr bearbeitet.

Stimmt. Ich habe den Fehler korrigiert und eine Tabelle zur Differentialdiagnose ergänzt.
#2 am 10.01.2019 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Medizinstudent
Das ist meines Wissens nach nicht korrekt. Das Caput succedaneum wird hier mit dem subgaleatischen Hämatom verwechselt bzw. gleichgesetzt. Es handelt sich aber um 2 verschiedene Krankheitsbilder. Ein Caput succedaneum ist lediglich ein passageres Ödem (kein Hämatom) zwischen Subcutis und Galea, also eine Schicht weiter außen. Ein subgaleatisches Hämatom (tatsächlich zwischen Galea und Peroist) ist wesentlich schwerwiegender und mit einer Mortalität von 12-14% verbunden, u.a. durch einen Volumenmangelschock! Beide Krankheitsbilder überschreiten die Suturen.
#1 am 19.12.2018 von Medizinstudent (Student/in der Humanmedizin)

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

5 Wertungen (3 ø)

27.300 Aufrufe

Copyright ©2021 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: