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Bridging (Hämostaseologie)

von englisch: bridge - Brücke

1 Definition

Bridging ist ein Begriff aus der Hämostaseologie, der die zeitweise Überbrückung einer Langzeit-Antikoagulation durch ein anderes, besser steuerbares Medikament zur Durchführung eines operativen Eingriffes beschreibt.

2 Klinik

Das klassische Bridging ist die vorübergehende präoperative Umstellung eines Patienten auf Heparin, der ansonsten Wirkstoffe aus der Gruppe der Vitamin-K-Antagonisten (u.a. Marcumar®) einnimmt. Perioperativ oder im Falle einer Blutungskomplikation kann die Heparin-Wirkung relativ einfach unterbrochen werden. Abhängig vom postoperativen Blutungsrisiko wird der Patient anschließend wieder "marcumarisiert". Die Heparingabe wird beendet, wenn sich die INR wieder im therapeutischen Bereich befindet.

3 Entwicklung

Durch die Einführung der direkten oralen Antikoagulantien sind inzwischen auch verschiedene andere "Bridiging"-Situationen denkbar. Hier tritt teilweise das Problem auf, dass auch die Dauer-Antikoagulation einen Einfluss auf die PTT hat, so dass die Heparinisierung nicht wie üblich über die PTT-Verlängerung kontrolliert werden kann.

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