Benefizienz
von lateinisch: benefacere - Gutes tun
Definition
Benefizienz bezeichnet in der Medizinethik die Verpflichtung, zum Wohl des Patienten zu handeln und Maßnahmen zu ergreifen, die seinem Nutzen dienen. Sie ist die positive Spiegelung der Non-Malefizienz.
Hintergrund
Das Prinzip der Benefizienz fordert ein aktives ärztliches Handeln im Interesse des Patienten. Es umfasst nicht nur die Behandlung von Krankheiten, sondern auch Prävention, Linderung von Beschwerden und Förderung von Lebensqualität. Benefizienz verlangt eine Abwägung zwischen Nutzen, Risiken und Alternativen einer Maßnahme.
Ethische Konflikte
Typische Konfliktsituationen entstehen bei u.a.:
- Ablehnung indizierter Therapien durch den Patienten
- Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie
- Intensivmedizinischen Entscheidungen mit fraglichem Nutzen
- Palliativmedizin (Nutzen vs. Belastung von Maßnahmen)
In der modernen Medizinethik wird Benefizienz daher zunehmend im Kontext von "Shared Decision Making" verstanden.
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Letzter Edit:
04.02.2026, 10:26
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