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Babesia microti

1 Definition

Bei Babesia microti handelt es sich um humanpathogene, einzellige Sporentierchen (Protozoen). Sie verursachen das Krankheitsbild der Babesiose.

2 Lebenszyklus

Der Lebenszyklus des Babesia microti vollzieht sich üblicherweise in zwei Wirten: der in Nord- und Mittelamerika vorkommende Weißfußmaus (Peromyscus leucopus) und dem gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus), einer Zeckenart. Während der Blutmahlzeit, einer mit Babesia microti infizierten Zecke, dringen Sporozoiten in den Mäusewirt. Die Sporozoiten befallen die Erythrozyten und vermehren sich asexuell (budding). Einige der parasitären Erreger differenzieren sich während dieser erythrozytären Phase in männliche und weibliche Gameten.

Beim Biss einer nicht infizierten Zecke werden die Gameten aufgenommen. Im Magen der Zecke paaren sich die Gameten. Es beginnt der Vorgang der Sporogonie. Die jetzt beweglichen Oozyten durchdringen die Magenwand und enzystieren sich auf der viszeralen Seite des Insektes. Nach weiterem temperaturabhängigem Wachstum brechen die Zysten auf und entlassen Sporozoiten in den Eingeweideraum der Zecke. Die ungeschlechtlichen Sporozoiten bewegen sich aktiv in die Speicheldrüse des jetzt infektiösen Insektes. Mit dem nächsten Stich werden die Sporozoiten übertragen.

3 Übertragung

Eine vertikale Übertragung der Babesia microti in der Zecke ist nicht bekannt. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch durch Bluttransfusionen ist beschrieben.

siehe auch Babesiose

Fachgebiete: Mikrobiologie

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