BCG-Impfung
Klick auf "Bearbeiten" und mach daraus einen Articulus longissimus!
Klick auf "Bearbeiten" und mach daraus einen Articulus longissimus!
kurz für Bacille-Calmette-Guérin, nach den französischen Bakteriologen und Immunologen Albert Calmette (1863-1933) und Camille Guérin (1872-1961)
Definition
Bei der BCG-Impfung handelt es sich um eine intrakutane Lebendimpfung gegen Tuberkulose. Der Lebendimpfstoff enthält das attenuierte Bakterium Bacillus Calmette-Guérin.
Hintergrund
Die BCG-Impfung schützt nicht vor einer Ansteckung oder Weiterverbreitung der Keime und beeinflusst den Krankheitsverlauf der Tuberkulose bei Erwachsenen nur geringfügig. Jedoch verhindert die Impfung insbesondere bei Kindern gefürchtete Komplikationen wie eine Miliartuberkulose oder eine tuberkulöse Meningitis relativ zuverlässig.
Seit 1998 wird die BCG-Impfung für Kinder in Deutschland nicht mehr von der ständigen Impfkommision empfohlen. Wegen rückläufiger Erkrankungszahlen würden die mit einer Lebendimpfung verbundenen Impfkomplikationen den Nutzen dieser Impfung überwiegen.
In Hochrisikogebieten gilt die Impfung für Neugeborene und kleine Kinder weiterhin als wichtige Präventionsmaßnahme gegen Komplikationen durch Tuberkulose.
Nebenwirkungen
Nach der BCG-Impfung können Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an der Injektionsstelle auftreten. Lokale Ulzerationen mit Narbenbildung sind möglich. Darüber hinaus kann es zu einer BCG-Infektion kommen.
Nebenwirkungen treten bei immungeschwächten Personen häufiger auf.