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Arecolin

1 Definition

Arecolin ist ein im Samen der Betelnuss-Palme (Areca catechu) vorkommendes natürliches Alkaloid. Es ist der Methylester des Arecaidins, welcher seine Wirkung auf das vegetative Nervensystem als muskarinerger Acetylcholin-Rezeptor-Agonist entfaltet.

2 Vorkommen

Arecolin wird in Ostafrika und Asien von ca. 450 Mio. Menschen konsumiert, da es in der dortigen Betelnuss vorkommt. Die unreifen Betelnüsse werden kleingehackt und in mit Löschkalk bestrichenen Blättern als "Betelbissen" gekaut.

3 Anwendung

Arecolin wurde als Anthelmintikum in der Veterinärmedizin, sowie als Parasympathikomimetikum eingesetzt. Bei der Verbindung handelt es sich um ein tertiäres Amin, das ZNS-gängig ist.

4 Besonderheiten

Arecolin wird bei oraler Verabreichung durch Alkalisierung (z.B. durch den Speichel) besser resorbiert. Kommt es zu einer Alkalisierung, z.B. durch Löschkalk, verursacht es Gingivaschäden. Die Betelnuss enthält außerdem Vorstufen von Phlobotanninen, die den Speichel rot färben können.

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Fachgebiete: Pharmakologie

Diese Seite wurde zuletzt am 30. Juni 2020 um 18:21 Uhr bearbeitet.

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