Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Apothekenpflicht

1 Definition

Unter dem Begriff Apothekenpflicht versteht man in Deutschland eine Verkaufsbegrenzung für Arzneimittel. Apothekenpflichtige Arzneimittel dürfen nur in Apotheken und dort nur durch Fachkräfte (z.B. Apotheker, PTA) an den Endverbraucher angegeben werden.

2 Hintergrund

In Deutschland sind fast alle Arzneimittel per Gesetz apothekenpflichtig, weil der Gesetzgeber sie als besonders beratungsbedürftige Waren einstuft und eine bessere Arzneimittelsicherheit gewährleisten will. Daneben besteht auch eine Apothekenpflicht für einzelne Medizinprodukte. Apothekenpflichtige Produkte unterliegen grundsätzlich einem Selbstbedienungsverbot (§ 17 Abs. 3 Apothekenbetriebsordnung).

Die Apothekenpflicht ist in Deutschland durch § 43 Arzneimittelgesetz (AMG) geregelt. Ausnahmen sowie die Ermächtigung zu weiteren Ausnahmen von der Apothekenpflicht und die Ermächtigung zur Ausweitung der Apothekenpflicht werden in §§ 44–46 AMG definiert. Die konkrete Entscheidung über die Apothekenpflicht eines Arzneimittels wird nach Anhörung von Sachverständigen durch Rechtsverordnung durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) getroffen. Der Bundesrat muss der Verordnung zustimmen.

Die Arzneimittelpackung trägt die Kennzeichnung "apothekenpflichtig", wenn das Arzneimittel rezeptfrei in Apotheken erhältlich ist. Rezeptpflichtige Arzneimittel sind automatisch auch apothekenpflichtig - sie sind statt dessen mit dem aufgedruckten Hinweis "verschreibungspflichtig" versehen.

siehe auch: Rezeptpflicht

3 Weblinks

Fachgebiete: Medizinberuf

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

2 Wertungen (3.5 ø)

7.200 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: