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Anaphase

Englisch: anaphase

1 Definition

Die Anaphase ist der Abschnitt der Mitose, der an die Metaphase anschließt. Diese Phase ist durch die vollständige Trennung der Schwesterchromatiden charakterisiert.

2 Zytologie

Erst in der Anaphase löst sich die Kohäsion zwischen den Schwesterchromatiden ganz. Die Spaltung der letzten Cohesin-Verknüpfung erfolgt durch das Enzym Separase.

Die Anaphase kann grob in zwei Teile aufgetrennt werden: in der frühen Phase, Teil A, fangen die Kinetochor-Mikrotubuli an, sich durch Depolymerisation am (+)-Ende zu verkürzen. Dies ist auch der Grund, weshalb die Chromatiden letztlich auseinander gezogen und anschließend mit dem Kinetochor voran zu den Spindelpolen transportiert werden.

In der späten Anaphase, Teil B, nimmt die Zelle eine längliche Form an und die Spindelpole entfernen sich zunehmend voneinander. Die interpolaren Mikrotubuli, die sich auf halber Höhe der Spindel überlappen, verlängern sich durch Polymerisation. Anschließend wird unter der Mitwirkung eines Kinesin-Motors eine Schubkraft auf die Pole ausgeübt. Zusätzlich bewirkt Dynein über die astralen Mikrotubuli einen Zug auf die Pole in Richtung Zellkortex.

3 Literatur

  • "Taschenlehrbuch Histologie" - Renate Lüllmann-Rauch, Thieme-Verlag, 4. Auflage

Tags:

Fachgebiete: Biologie, Histologie

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