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Ames-Test

1 Definition

Der Ames Test ist ein Schnelltest, um die Mutagenität einer bestimmten Substanz zu überprüfen.

2 Durchführung

Zur Durchführung des Tests werden Bakterien verwendet, die nicht in der Lage sind, eine bestimmte Aminosäure zu synthetisieren. Man spricht hierbei auch von einem auxotrophen Organismus. Eine für diesen Test beliebte Bakterienart ist Salmonella typhimurium. Sie besitzt nicht die Fähigkeit, die Aminosäure Histidin synthetisieren zu können. Diese Mangelmutanten werden auf einem Nährboden ausgestrichen, der die betreffende Aminosäure nicht enthält. Da die Aminosäure jedoch zum Wachsen und Überleben der Bakterien notwendig ist, können sich diese auf dem Nährboden nicht vermehren.

Als nächstes werden die Bakterien mit dem potentiellen Mutagen konfrontiert und anschließend inkubiert. Bilden sich nach diesem Vorgang neue Bakterienkolonien, so erlangten sie die Fähigkeit zur Synthese der Aminosäure zurück. Man spricht hierbei von einer Rückmutation oder Reversion. Die Bakterien werden daher auch als Revertanten bezeichnet.

3 Bewertung

Liegt eine Rückmutation vor, so ist davon auszugehen, dass die getestete Substanz mutagene Eigenschaften besitzt. Reversionen können allerdings auch spontan auftreten, sind jedoch seltener zu beobachten.

Fachgebiete: Genetik

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