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Stuhlprobe

1 Definition

Eine Stuhlprobe ist eine kleine Menge Fäzes, die nach dem Stuhlgang mit Hilfe eines Papier- oder Plastikspatels entnommen wird, um im Labor eine Stuhluntersuchung durchzuführen. Sie wird entweder in ein Pastikröhrchen verbracht oder direkt auf spezielle Testmedien aufgetragen, z.B. beim Guajak-Test.

2 Durchführung

Durch die weite Verbreitung von Tiefspül-Toiletten ist die Gewinnung einer Stuhlprobe nicht trivial. Für solche Toiletten gibt es Einhänger aus Papier, die verhindern, dass der Stuhl in die Toilette fällt. Der Patient kann auch angehalten werden, Stuhlgang auf einem Toilettenstuhl zu machen, damit der Stuhl inspiziert und eine Probe genommen werden kann.

Stuhl ist häufig inhomogen und deshalb eine ungünstige Probenmatrix. Wenn der Stuhl Blut- oder Schleimbeimengungen enthält, sollten für eine mikrobiologische Untersuchung Proben von diesem Material genommen werden (Präanalytik).

Stuhlproben werden üblicherweise in ein extra dafür vorgesehenes Stuhlröhrchen abgenommen, das am Deckel mit einem Spatel ausgestattet ist. Dabei sollte nur eine etwa haselnussgroße Menge eingefüllt werden. Übertriebene Füllung des Röhrchens kann zu Überdruck durch Gasbildung und zur Kontamination der Umgebung beim Öffnen führen.

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