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Leberhämangiom

Synonym: Leberblutschwamm

1 Definition

Das Leberhämangiom ist der häufigste benigne Lebertumor. Er tritt in der Regel solitär auf und hat meist einen Durchmesser von weniger als 4 cm.

Selten wachsen Leberhämangiome mit einer Größe von > 10 cm zu Riesenzellhämangiomen.

2 Ätiologie

Die Ätiologie ist bislang unbekannt. Leberhämangiome wachsen hormonabhängig (Größenzunahme unter Antikonzeptiva und Schwangerschaft)

3 Klinik

Meist machen Leberhämangiome keine Beschwerden, es handelt sich um einen sonografischen Zufallsbefund. Allerdings können sie, wenn sie sich übermäßig vergrößern, rupturieren und in die Bauchhöhle bluten (Hämoperitoneum).

4 Diagnostik

In der Sonografie machen sich Leberhämangiome als weißer, d.h. echoreicher und scharf begrenzter Bezirk bemerkbar. Nach intravenöser Kontrastmittel-Gabe findet sich in der Frühphase ein knötchenförmiges peripheres Enhancement, welches im weiteren Verlauf zentripetal fortschreitet (Irisblendenphänomen).

5 Therapie

Leberhämangiome bleiben meist über lange Jahre unverändert. Maligne Entartungen wurden bislang nicht beobachtet. Als gefährliche Komplikation gilt die seltene Ruptur, diese erfordert sofortige chirurgische Intervention.

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