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Mimische Muskulatur

(Weitergeleitet von Gesichtsmuskeln)

Synonyme: Gesichtsmuskeln, Gesichtsmuskulatur
Englisch: mimic muscles, face muscles

1 Definition

Als mimische Muskulatur bezeichnet man eine Gruppe von Muskeln im Bereich des Gesichtes, welche in die über ihnen befindliche Haut einstrahlen und durch ihre Bewegung den physischen Ausdruck von Emotionen und Stimmungen ermöglichen.

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2 Anatomie

Die mimische Muskulatur zählt zu den Abkömmlingen der Kiemenbögen (vor allem des zweiten Bogens), sie wird von Ästen des Nervus facialis innerviert. Die meisten Muskeln haben ihren Ursprung an den Schädelknochen beziehungsweise an den darüber verlaufenden Faszien.

3 Einteilung

Je nach Verlauf und Lage der einzelnen Muskeln lässt sich eine Systematik erstellen. Im folgenden sind die Muskeln der mimischen Muskulatur den einzelnen Arealen des Gesichtsschädels zugeordnet.

3.1 Stirn und Epikranium

Der Musculus occipitofrontalis und der Musculus temporoparietalis werden auch als Musculus epicranius zusammengefasst.

3.2 Auge

3.3 Nase

3.4 Mund

Der Musculus levator labii superioris alaeque nasi und der Musculus zygomaticus minor werden in der anatomischen Literatur auch dem Musculus levator labii superioris zugeschlagen und dann als Caput angulare bzw. Caput zygomaticum dieses Muskels adressiert.

3.5 Sonstige

3.6 Ohrmuskulatur

Im erweiterten Sinn kann auch die Ohrmuskulatur zur mimischen Muskulatur gerechnet werden. Zu ihr zählen:

4 Innervation

Die Innervation der mimischen Muskulatur erfolgt durch Äste des Nervus facialis (Nervus VII).

5 Funktion

Die mimische Muskulatur ermöglicht zum einen wichtige physiologische Funktionen wie den Lidschluss. Zum anderen ist sie die Grundlage der menschlichen Mimik und damit das wichtigste Instrument der non-verbalen Kommunikation.

6 Klinik

Die Funktion der mimischen Muskulatur ist bei verschiedenen Krankheitsbildern charakteristisch verändert, so beispielsweise bei einer Fazialisparese, bei der die betroffene Gesichtshälfte schlaff gelähmt ist. Ein Tetanus manifestiert sich in der Mimik als Risus sardonicus.

7 Links

Artnatomie - die mimische Muskulatur in Aktion

8 Dokument

Die Bezeichnung "mimische Muskeln" ist funktionell, weil eine ihrer Aufgaben darin besteht, den Gesichtsausdruck zu verändern und damit seelische Regungen widerzuspiegeln. Da diese Muskelgruppe aber weit mehr Funktionen, speziell auch bei der Artikulation, aufweist, ist die Bezeichnung "Hautmuskeln des Gesichtes und Kopfes" oder "oberflächliche Gesichts- und Halsmuskulatur" treffender. Die Hautmuskeln sind also sind nur für die Mimik (non-verbale Kommunikation), sondern eben auch für die Gestaltung der Mundhöhle (Wangenmuskulatur) und der Artikulation (Lippenmuskeln) wichtig.
#1 am 24.02.2013 von Corinna Rehberg (Logopädin)

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