Vom 10.10 bis 22.10.2017 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 10.10 bis 22.10.2017 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Mediziner,
wir gönnen uns eine herbstliche Verschnaufpause. Deshalb sind vom 10. bis 22. Oktober keine Bearbeitungen möglich.
Arbeitet doch schon mal an der Halloween-Deko oder lasst einen Drachen steigen. Wir freuen uns, wenn ihr gut erholt zurückkommt!

Bewegung

von lateinisch: locus- Ort, motus- Bewegung
Synonym: Fortbewegung
Englisch: locomotion, to move

1 Definition

Der Begriff Bewegung beschreibt im physikalischen Sinn eine Ortsveränderung mit der Zeit.

2 Bewegungsbegrifflichkeit

Wichtige Parameter sind die Strecke s, welche in einem bestimmten Zeitraum zwischen zwischen t1 und t2 zurückgelegt wird, delta t. Zur Aussage der Schnelligkeit der Ortsveränderung kann die Geschwindigkeit berechnet und zum Vergleich herangezogen werden. Die Dynamik und Kinematik werden in der Physik zur Betrachtung verschiedener Bewegungsformen herangezogen (gleichförmig, beschleunigte Bewegung).


v = s/t

Legende:

  • s = Strecke in Meter
  • t = Zeit in Sekunden
  • v = Geschwindigkeit.

An sich wird unter dem Begriff Bewegung folgendes verstanden:

  • Mathematik: Drehspiegelung im Raum
  • Musiktheorie: Kontrapunkt
  • Biologie: Fortbewegung von Lebewesen, körperliche Aktivität
  • Sozialwissenschaften: Gruppe, Gemeinschaft (z.B Nationalsozialismus)

3 Biologische Bewegung

Im biologischen Sinn wird Bewegung als Fortbewegung (Lokomotion) bezeichnet. Man bezeichnet damit die aktive Ortsänderung von Zellen (Zelllokomotion) oder Organismen. Strikt unterschieden wird dabei:

4 Bewegungsformen

Die Bewegung von einem Locus zu einem anderen Locus kann durch verschiedene Vorgänge, Bewegungsmuster erfolgen. Dieser Vorgang basiert auf den anatomischen Gegebenheiten des jeweiligen Organismus.

Allgemein unterschiedet man neben besonderer Lokomotion und der durch Hilfsmittel, die Bipedie und die Quadrupedie, die Lokomotion mit 2 oder 4 Gliedmaßen.

  1. Bipedie = zweifüßiger Gang
  2. Quadrupedie = vierfüßiger Gang

Typische Formen:

  • Laufen
  • Gehen
  • Klettern
  • Kriechen
  • Schwimmen
  • Fliegen

Unter besonderen Lokomotionsformen versteht man zum Beispiel die Fortbewegung von einzelligen Eukaryonten (Protisten), wie Amöben durch Pseudopodienbildung. Durch eine gezielte Formation des Aktinzytoskeletts wird das Zytoplasma samt Inhalt in eine Richtung gezogen. Die Podienausbildung ist auch die Grundlage für die neuronale Verschaltungsbildung im Gehirn während der embryonalen Entwicklung.

Mit der Bewegung des Menschen beschäftigt sich die allgemeine Kinesik.

5 Molekular-physiologische Basis für Lokomotion

Bei den Vielzellern (Metazoa) basiert die Lokomotion hauptsächlich auf einer Muskelkontraktion beziehungsweise einem Zusammenspiel von Flexion, Relaxation und Extension von Muskeln um ein Stützelement herum.

Die Muskelkontraktion und damit die Kraftentwicklung zur Fortbewegung entsteht in den Myofibrillen der Muskulatur. Die Myofibrille besteht aus Aktin und Myosineinheiten. Unter ATP-Hydrolyse wandert Myosin entlang des Aktins und zieht die Musklfasern bis hin zum kompletten Muskel zusammen, bzw, führt zur Muskelrelaxation. (Siehe Muskelkontraktion!)

Motoproteine wie Dynein und Kinesin sind in Zellen für die Bewegung von enormer Bedeutung, z.B Zellorganelltransport oder Wachstumskegelbildung beim Axon.

Zusammenfassend ist die ultrastrukturelle Grundlage der Lokomotion:

6 Beispiele

  • Affen: Klettern, Hangeln, Schwingen
  • Amoeba brutus: Podienbildung
  • Fische: Schwimmen
  • Hund: quadrupeder Landgänger (Tetrapode)

Tags:

Fachgebiete: Biologie, Orthopädie, Physik

Um diesen Artikel zu kommentieren, .

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.
2 Wertungen (3.5 ø)
Teilen

24.229 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
DocCheck folgen: